Die Landschaft entlang der Flüsse in der östlichen Zambezi-Region ist ein grün-blaues Wasser-Paradies. Vor allem der Zambezi-Fluss tritt über seine Ufer und füllt die so genannten Flood Plains (Auen). Aufgrund seines höheren Pegelstands flutet er selbst den Chobe-Fluss, der in ihn mündet, und lässt ihn flussaufwärts fließen.
Bei Katima Mulilo wurden diese Woche Pegelstände gemessen, die die der Vorjahre weit übertreffen. Ursache sind ungewöhnlich starke Regenfälle in den Auffanggebieten des Zambezi in Angola, Sambia und im Norden von Botswana.

Der Pegel des Zambezi-Flusses bei Katima Mulilo übertrifft in diesem Jahr deutlich die Werte der Vorjahre. Grafik: Daily Flood Bulletin des Hydrological Service Namibia vom 11. März 2026
Die Fluten überspülen mehr und mehr Straßen. Die örtlichen Behörden riefen Bewohner niedrig gelegener Gegenden auf, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen (siehe heutiger Bericht im Namibian). Mehrere Dörfer sind bereits nur noch auf dem Wasserweg zu erreichen.
Dasselbe gilt für viele Camps und Lodges. Allerdings reist ein Großteil ihrer Gäste per 'Fly In Safari' in Kleinflugzeugen an. Fast alle Gastbetriebe in der Zambezi-Region sind auf die jährlichen Fluten eingestellt und bleiben geöffnet. Sollten Zufahrten überflutet sein, holen sie die Selbstfahrer unter ihren Gästen per Boot ab.

Mit dem Boot zum Bungalow: Auf Stelzen errichtet, verwandeln sich die Chalets bei Überflutungen in romantische Refugien in der Wasserwelt. Foto: Gondwana Collection Namibia
Die jährlichen Fluten der Flüsse Zambezi, Kwando und Okavango im Nordosten Namibias gehören zum natürlichen Zyklus. Sie sind wichtig zum Auffüllen der natürlichen Wasserbestände. Viele Wildarten bringen in dieser Zeit des Überflusses ihre Jungen zur Welt.
Ideale Gelegenheit, das Wasser-Paradies zu erleben
Namibia-Urlauber können die Zambezi-Region daher zurzeit in einem paradiesischen Zustand erleben, der sich so schnell nicht wiederholen dürfte. Wenige Tage alte Zebras, Moorantilopen oder Impalas. Elefanten-'Babys', die neugierig und verspielt ihre Umgebung erkunden.
Nicht zu vergessen die vielfältige, bunte Vogelwelt. Mit den Regenfällen kommen viele Zugvögel aus Europa und Asien. Man sieht Wasservögel wie Graureiher, Klunkerkranich und Binden-Fischeule, Afrikanische Binsenralle, verschiedene Eisvögel und natürlich den Schreiseeadler.
Fotografen sind begeistert von smaragdgrünen Landschaften, spiegelnden Wasserflächen und stimmungsvollen Gewitterwolken. Nach Gewittern am Nachmittag bieten sich oft spektakuläre Sonnenuntergänge am Abend.
Meteorologen rechnen mit weiteren guten Regenfällen in den Auffanggebieten. Namibia-Urlauber können die Wasserwelt entlang der Flüsse daher wohl noch über Monate erleben. Selbstfahrer sollten Spielräume bei der Anfahrtszeit einkalkulieren und sich zeitnah vor Ort nach den Straßenbedingungen erkundigen.
Wo es Wasser gibt, ist natürlich auch mit Moskitos zu rechnen. Doch auch darauf sind die Gastbetriebe eingerichtet. Betten sind mit Moskito-Gaze ausgestattet. Außerdem lassen sich die ungebetenen Gäste mit heller Kleidung und Anti-Moskito-Spray auf Distanz halten.

Eine Gruppe Elefanten überquert den Zambezi-Fluss nahe der Zambezi Mubala Lodge, etwa 40 km von Katima Mulilo entfernt. Foto: Gondwana Collection Namibia





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