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    Gondwana News Deutsch , Natur & Umwelt

    'Eisheilige' sorgen mit Regen für laufende Riviere

    By Admin
    September 22, 2026

    Eigentlich war es schon fast sommerlich warm. Doch dann wehte plötzlich wieder ein eisiger Wind. Und mit dem Kälteeinbruch kamen die Wolken. Im Süden Namibias regnete es tagelang. Tsauchab, Tsondab und weitere Riviere (Trockenflüsse) liefen am Wochenende auf voller Breite.

     

    Zwischen Kalahari und Namib-Wüste meldeten Farmer Regenmengen von 10 bis 50 mm. Auf BüllsPort Lodge & Farm am Ostrand des Naukluft-Gebirges fielen allein am Freitag 40 mm Regen. Entsprechend stark floss der Tsondab. Die Furt der C 19 von Solitaire Richtung Sossusvlei westlich der Naukluft war stundenlang unpassierbar.

    Auch der Tsauchab, der südlich von BüllsPort entspringt, lief auf voller Breite. Ob seine Fluten das Sossusvlei erreichen, wie auf sozialen Medien spekuliert, scheint jedoch eher fraglich. Fotos, Videoclips und Infos zum Regen findet man auf der 
    Facebook-Gruppe 'Reën In Namibia'.

     

    Der Fischfluss sorgte für Zulauf in den Stauseen Hardap bei Mariental und Neckartal westlich von Keetmanshoop. Der Fischfluss Canyon rund 100 km südlich des Neckartal Damms hat jedoch wohl keine Flutwelle zu befürchten. Von einer Sperre des Fish River Canyon Trails war jedenfalls keine Rede.

     

    Nach Flutwelle Tsondab-Rivier lief stundenlang so stark dass man einige Furten mit dem Auto nicht durchqueren konnte Foto Facebook-Post von Gondwana Collection Namibia

    Nach der Flutwelle... Das Tsondab-Rivier lief stundenlang so stark, dass man einige Furten mit dem Auto nicht durchqueren konnte.  Foto: Facebook-Post von Gondwana Collection Namibia.

     

    Auch in Windhoek [https://gondwana-collection.com/de/das-erlebnis-windhoek] fiel Regen, mit Werten unter 10 Millimeter. Der eisige Wind ließ viele Einwohner wieder lange Hosen oder Kleider und Pullover oder Jacken aus dem Schrank kramen. Für das kommende letzte Wochenende im September sagen Meteorologen nochmals eine Kaltfront voraus (siehe Facebook Reel).

     

    Letzter guter Regen vor Super-'El Niño'-Dürre?

    Vor allem Deutsch-Namibier sprechen bei letzten Kaltfronten im Frühling, mit denen sich der Winter noch einmal zurückmeldet, von 'Eisheiligen'. Der Begriff stammt aus Europa. Er bezeichnet einen letzten Kälteeinbruch im Frühling, mit dem man dort laut Bauernregel Mitte Mai rechnen muss.

    In Namibia dagegen handelt es sich um ein so genanntes Cut-Off-Low-System, ein vom Hauptstrom der Westwind-Zone abgeschnürtes Höhentief. Diese Wetterlage ist typisch für den Übergang vom Winter zum Frühjahr, Mitte bis Ende September. Wenn dazu noch ein Tiefdruckgebiet aus dem Süden heranzieht, kann auch Regen fallen.

    Dieser Regen zählt jedoch noch zum Winterregen. Die Hauptregenzeit in Namibia mit Wolkenbildung aus feuchter Luft aus dem Nordosten und Gewittern dauert gewöhnlich von Oktober bis April. Wobei der Begriff 'Regenzeit' irreführend ist. In der Realität ist Regen dann lediglich wahrscheinlicher als während der Trockenzeit.

    Prognosen zur bevorstehenden 'Regenzeit' dämpfen die Erwartungen. Meteorologen warnen vor einem Super-'El Niño'-Effekt. Namibia könnte damit eine Dürre-Periode bevorstehen (siehe
    Bericht "Is Namibia prepared for the coming super El Niño drought?"  auf ConservationNamibia.com).

     

    Letzter Winterregen im Süden Namibias lässt die Riviere Trockenflüsse laufen wie hier Tsauchab der ins Sossusvlei mündet Foto Screenshot aus einem vielfach auf WhatsApp geteilten Videoclip
    Letzter Winterregen im Süden Namibias lässt die Riviere (Trockenflüsse) laufen, wie hier den Tsauchab, der ins Sossusvlei mündet.  Foto: Screenshot aus einem vielfach auf WhatsApp geteilten Videoclip.

     

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