Morgenstund' hat Gold im Mund. Oder Kometen am Himmel. Das jedenfalls gilt für Namibia im März. Außerdem grüßen Merkur und Mars kurz vor Sonnenaufgang. Der Abendhimmel hat zwei Planeten zu bieten.
Der Komet C/2025 A6 (Lemmon) nähert sich im Laufe des Monats von Tag zu Tag dem 'Pointer' und zieht weiter zum Kreuz des Südens. Seine Bahn verläuft bogenförmig nicht weit 'unterhalb' von Pointer und Kreuz.
Zwar geht Komet 'Lemmon' schon abends auf, ist aber am besten frühmorgens zu sehen - bis 5.30 Uhr. Man benötigt ein sehr gutes Fernglas. Besser wäre natürlich ein Teleskop, das einige Unterkünfte in Namibia bieten.
Nur mit Teleskop kann man den Kometen C/1995 O1 (Hale-Bopp) entdecken. 'Hale-Bopp' steht den Monat über relativ konstant im Sternbild Oktant, etwas oberhalb der etwa sechsmal nach unten verlängerten Längsachse des Kreuz des Südens.
Zwei Kometen, C/2025 A6 (Lemmon) und C/1995 O1 (Hale-Bopp), die beiden Sterne des Sternbilds Zentaur (engl. Centaurus), die den 'Pointer' bilden, und das Kreuz des Südens: Der Morgenhimmel am 16. März 2026 um 5.30 Uhr, von Windhoek aus gesehen, mit Blick nach Süden. Grafik: Screenshot von Interaktiver Sternenkarte auf TimeAndDate.com
Für den Kometen 88P Howell dagegen reicht ein Fernglas. 'Howell' bewegt sich im Laufe des Monats langsam durch das Sternbild Steinbock. Anfang des Monats geht Steinbock ziemlich genau im Osten gegen 5.30 auf, Ende des Monats gegen 3.30 Uhr.
Merkur und Mars stehen im Sternbild Wassermann unterhalb des Steinbock. Sie erscheinen erst gegen 5.50 Uhr am östlichen Horizont (diese und folgende Zeiten beziehen sich auf den 15. März 2026; siehe TimeAndDate.com). Daher verblassen sie sehr schnell im zunehmenden Lichtschimmer der sich ankündigenden Sonne. Ende des Monats gehen sie eher auf und sind besser sichtbar.
Merkur neben Mars im Sternbild Wassermann (engl. Aquarius) und etwas höher darüber die dünne Sichel des abnehmenden Mondes im Sternbild Steinbock (engl. Capricorn). Der Morgenhimmel am 16. März 2026 um 6.15 Uhr, von Windhoek aus gesehen, mit Blick nach Osten. Grafik: Screenshot von Interaktiver Sternenkarte auf TimeAndDate.com
Am Abendhimmel ist weniger los, was die beweglichen Himmelskörper betrifft. Venus lässt sich nur kurz blicken. Bei Sonnenuntergang steht sie bereits tief im Westen. Sie folgt der Sonne nach etwa einer Stunde gegen 19.00 Uhr. Saturn steht von der Erde aus gesehen noch dichter an der Sonne und ist daher praktisch gar nicht zu sehen.
Von den fünf mit bloßem Auge sichtbaren Planeten hält nur Jupiter die Stellung am Nachthimmel. Er steht nach der Abenddämmerung bereits hoch im Nordosten und geht gegen 1.45 Uhr unter. Man findet ihn weiterhin im Sternbild Zwillinge.
Sonnenaufgang am 1. März ist gegen 6.47 Uhr, Sonnenuntergang gegen 19.19 Uhr. Am 31. März geht die Sonne gegen 6.59 Uhr auf und gegen 18.52 Uhr unter. Die Tageslänge (Zeit mit Sonnenlicht) nimmt im Laufe des Monats um 39 Minuten ab – von 12 Stunden und 32 Minuten auf 11 Stunden und 53 Minuten (siehe Timeanddate.com).
In Namibia beginnt am 20. März der Herbst. Am 25./26. März ist Tagundnachtgleiche (lateinisch 'equi' = gleich, 'nox' = Nacht), also der Tag, an dem Tag und Nacht gleich lang sind.
Die Mondphasen März: Vollmond am 3. März, letztes Viertel am 11. März, Neumond am 19. März, erstes Viertel am 25. März. Das Mondlicht stört daher bei der Beobachtung von Sternen und Planeten Mitte bis Ende März am wenigsten.
Viel Interessantes zum namibischen Sternenhimmel im März erfährt man auch in den Astro News von Lutz von Dewitz in der Nachrichtensparte der Website der Namibia Scientific Society.