Mit Planeten geizt der Sternenhimmel über Namibia im Februar. Am Morgenhimmel lässt sich keiner der fünf Planeten blicken, den man mit bloßem Auge sehen kann. Auch am Abendhimmel machen sie sich rar.
Denn die Venus steht von der Erde aus gesehen dicht bei der Sonne. Sie geht eine halbe Stunde nach ihr gegen 20.00 Uhr unter, also noch während der Dämmerung. Merkur folgt 20 Minuten später (alle Zeiten beziehen sich auf den 14. Februar; siehe TimeAndDate.com; Ort: Windhoek).
Mars bewegt sich von uns aus betrachtet gerade hinter der Sonne. Er erscheint erst gegen 6.00 Uhr während der Morgendämmerung am östlichen Himmel. Untergang ist gegen 19.00 Uhr, also noch vor Sonnenuntergang.
Nur Saturn und Jupiter lassen sich abends gut beobachten. Saturn steht abends im Nordwesten und versinkt gegen 21.20 Uhr hinter dem westlichen Horizont. Jupiter findet man nach wie vor im Sternbild Zwillinge, hoch im Nordosten. Er geht drei Stunden vor Sonnenaufgang gegen 3.40 Uhr unter.
Rendezvous von Mond und Merkur in der Abenddämmerung, und Saturn (weiter oben) schaut zu: Der Abendhimmel am 18. Februar um 20.00 Uhr, von Windhoek aus gesehen, mit Blick nach Westen. Grafik: Screenshot von interaktiver Sternenkarte auf TimeAndDate.com
Am 18. Februar, einen Tag nach Neumond, kommen sich Merkur und Mond, von der Erde aus gesehen, sehr nah. Leider geschieht das in unmittelbarer Nähe der Abendsonne, tief im Westen. So geht die hauchdünne Sichel des Mondes kurz nach der Sonne unter und dürfte in der Dämmerung nur schwach zu sehen sein.
Dazu eine Warnung: Nie mit dem bloßen Auge oder dem Fernglas in die Sonne schauen – es drohen unheilbare Verletzungen.
Drei Kometen (von links): C/2024 E1 (Wierzchos), C/2025 R2 (SWAN) und C/2025 K1 (ATLAS). Der Abendhimmel am 14. Februar um 21.00 Uhr, von Windhoek aus gesehen, mit Blick nach Westen. Grafik: Screenshot von interaktiver Sternenkarte auf TimeAndDate.com
Ab kurz vor 21.00 Uhr kann man drei Kometen beobachten. C/2024 E1 (Wierzchos) steht hoch im Südwesten, C/2025 R2 (SWAN) und C/2025 K1 (ATLAS) tiefer im Nordwesten. Bei der Suche hilft vielleicht, sich am Sternbild Stier (Taurus) zu orientieren.
Obwohl sich im Februar das meiste am Abendhimmel abspielt, lohnt auch ein Blick in den morgendlichen Sternenhimmel. Vor allem vor und nach Neumond macht die Milchstraße mit ihren Myriaden von Sternen ihrem Namen alle Ehre. Und das Kreuz des Südens, das abends erst aufgeht, prangt hoch am Himmel.
Sonnenaufgang ist am 1. Februar gegen 6.31 Uhr, Sonnenuntergang gegen 19.38 Uhr. Am 28. Februar geht die Sonne gegen 6.47 Uhr auf und gegen 19.20 Uhr unter. Die Tageslänge (Zeitspanne mit Sonnenlicht) nimmt im Laufe des Monats um 33 Minuten ab – von 13 Stunden und 6 Minuten auf 12 Stunden und 33 Minuten (siehe Timeanddate.com).
Die Mondphasen im Februar: Vollmond am 2. Februar, letztes Viertel am 9. Februar, Neumond am 17. Februar, erstes Viertel am 24. Februar. Mitte Februar stört das Mondlicht daher am wenigsten bei der Beobachtung von Sternen und Planeten.
Mehr über den namibischen Sternenhimmel im Februar erfahren Sie auch in den Astro News by Lutz von Dewitz im Nachrichtenbereich der Website der Namibia Wissenschaftlichen Gesellschaft.