Die Gebühren für die Nationalparks in Namibia steigen ab 1. April 2026 um 80 bis 100 Prozent. Das geht aus der neuen Gebühren-Übersicht hervor, die das Tourismusministerium herausgegeben hat. Allerdings fand die letzte Gebühren-Erhöhung 2021 statt und liegt damit fünf Jahre zurück.
Für den Besuch des Etosha Nationalparks zahlen Namibia-Urlauber aus Europa künftig 280 statt 150 Namibia Dollar pro Person pro Tag. 280 N$ sind etwa 14.65 Euro; Betrag nach aktuellem Wechselkurs, 1 ZAR = 1 N$). Mit Fahrzeug (maximal 10 Sitze) kostet der Parkbesuch für zwei Personen dann 620 statt 350 N$. Pro Kind unter 16 Jahre werden 180 N$ fällig, Kinder unter 8 Jahren zahlen nichts.
Dasselbe gilt für Waterberg Plateau Park, Namib-Naukluft Park, Ai |Ais Game Park am Fischfluss Canyon und Tsau ǁKhaeb (Sperrgebiet) Park. Auch Dorob Park, Cape Cross Seal Reserve und Skeleton Coast Park an der Küste südlich und nördlich von Swakopmund fallen in diese Gebühren-Kategorie.
Für die übrigen Parks hat das Ministerium die Gebühren sogar verdoppelt. Statt 100 N$ kostet der Besuch ab 1. April 200 N$ pro Tag. Kinder unter 16 zahlen 150 N$. Darunter fallen die Parks in den Regionen Zambezi und Kavango-Ost, aber auch Daan Viljoen Park bei Windhoek, Hardap Game Park bei Mariental und Naute Game Park nahe Keetmanshoop.
Für SADC-Bürger und Namibier gibt es gestaffelte Ermäßigungen. Ein Großteil der ausländischen Urlauber in Namibia kommt aus Südafrika.
Die namibische Reisebranche kritisierte die Höhe der Anhebung. Namibia gelte bereits als eher hochpreisige Reisedestination. Auch die relativ kurzfristige Ankündigung stieß auf Kritik. Viele Rundtouren, die nach dem 1. April stattfinden, wurden bereits vor Monaten gebucht.
Erlebnisse wie dieses an der Quelle Okondeka im Etosha Nationalpark werden erheblich teurer. Namibia erhöht die Gebühren für den Besuch seiner Nationalparks ab 1. April 2026 um 80 bis 100 Prozent. Foto: Sven-Eric Stender