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MKS: Transport-Verbot für Fleischprodukte

Geschrieben von Admin | 24.09.2026, 14:48:08

Im Süden Namibias hat man Fälle der Maul- und Klauenseuche (MKS) festgestellt. Von den Sofortmaßnahmen zur Eindämmung sind auch Reisende betroffen. Denn es darf kein rohes Fleisch nach Namibia eingeführt und innerhalb Namibias mitgeführt werden. Noch nicht völlig geklärt ist, ob auch Milchprodukte unter das Verbot fallen.

 

Vorgestern waren Rinder auf einer Farm in der Region ǁKaras im Süden Namibias positive auf MKS getestet worden. Sie hatten zuvor typische Symptome gezeigt wie Schaum vor dem Maul oder Wunden im Maul und zwischen den Hufen. Ein Artikel auf Wikipedia liefert Hintergrundinformationen zu dieser Krankheit.

Das Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei, Wasserwesen und Bodenreform (MAFWLR) reagierte umgehend mit einer Reihe von Sofortmaßnahmen. Dazu zählt ein Einfuhr- und Ausfuhr- sowie Transportverbot für Paarhufer und aus ihnen hergestellte Rohprodukte. Zur Durchsetzung werden Zonen und Kontrollposten eingerichtet.

Die Namibia Agricultural Union (NLU) zählte in einem 
Sonder-Newsletter die Paarhufer auf: Rind, Schaf, Ziege, Schwein und Wild. Zu Paarhufer-Wild gehören Oryx, Kudu und Springbock. Ihr Fleisch wird oft in Restaurants und Lodges serviert. Außerdem verwies die NAU auf Milchprodukte, die das MAFWLR nicht ausdrücklich genannt hatte. 

Namibia-Reisende sollten daher weder Fleisch- noch Milchprodukte auf ihre Rundreise mitnehmen. Reiseveranstalter, die auch Touren durch Südafrika und Botswana anbieten, warnten vor einer Panik. In den Nachbarländern laufe der Reisebetrieb weiter, ohne dass man allzu viel von der MKS-Bekämpfung mitbekomme.

Allerdings ist mit der Durchsuchung von Autos an Kontrollposten zu rechnen. Auch muss man durch flache Desinfektionsbäder fahren und gehen.

Die Direktion für Veterinärdienste im MAFWLR dürfte in Kürze eine Mitteilung mit weiteren Details herausgeben. Verbände der Reisebranche sind dabei, verlässliche Informationen für ihre Mitglieder und Reisende zusammenzustellen
.

 

MKS bereits in Südafrika und Botswana verbreitet


Typische Symptome des Maul- und Klauen- (MKS) Virus: Schaum vor dem Maul sowie Wunden im Maul und zwischen den Hufen.  Fotos: 'Special Newsletter' der Namibia Agricultural Union.

 

Ein Übergreifen der MKS auf Namibia war seit längerem befürchtet worden. In Südafrika hat sich die Seuche seit August 2025 rapide ausgebreitet. Im Januar 2026 hatte auch Botswana einen MKS-Ausbruch gemeldet. Namibia hatte daraufhin seine Grenzkontrollen und Vorsorgemaßnahmen verstärkt.

Denn bislang hat die World Organisation for Animal Health (WOAH) Namibia als MKS-freie Zone anerkannt. Das ist Voraussetzung für den wirtschaftlich bedeutenden Fleischexport in die Europäische Union. MAFWLR und NAU riefen alle zur unbedingten Kooperation auf. Nur so könne man verhindern, dass sich die MKS weiter ausbreitet.