Namibia-Urlauber können ein wenig aufatmen. Die Regierung hat die Maßnahmen zur Eindämmung der Maul- und Klauen-Seuche (MKS) gelockert. Das MKS-Virus war am 22. September 2026 bei Rindern auf einer Farm an der Südgrenze Namibias festgestellt worden (siehe früherer Bericht in den Gondwana News). Sie befindet sich in der Region ǁKharas.
Bevor die MKS-Infektion auf der Farm festgestellt wurde, waren Rinder von dort in die Region Otjozondjupa transportiert worden. Sie liegt im nordöstlichen Zentrum Namibias.
Große Erleichterung: Diese Rinder hat das Direktorat für Veterinär-Dienste (DVS) nach negativem Test nun für infektionsfrei erklären können. Der MKS-Ausbruch scheint daher bislang auf die Farm in der Region ǁKharas beschränkt zu sein.
Übersicht über die Zonen in Namibia für wieder freigegebenen und weiter eingeschränkten Transport von Fleisch- und Milchprodukten. Mit den Maßnahmen will man die Maul- und Klauen-Seuche (MKS) möglichst auf die betroffene Farm im Süden Namibias beschränken. Grafik: Newsletter von Wildlife Vets Namibia.
Das DVS hat daraufhin das Transportverbot für Paarhufer sowie daraus hergestellte Fleisch- und Milchprodukte im Norden Namibias aufgehoben. Im Zentrum wurde es gelockert. Nur in der südlichen Region ǁKharas bleibt es bestehen.
Im ganzen Land hat das DVS an strategischen Punkten Kontrollposten errichtet. Dort durchsuchen Beamte Fahrzeuge auf Vieh und Wild sowie Tierprodukte, die unter das Verbot fallen. Bei Verstößen drohen Geldbußen bis zu 100.000 Namibia Dollar (etwa 3.350 Euro; Betrag zum aktuellen Wechselkurs, 1 ZAR = 1 N$) oder fünf Jahre Haft.
Das MKS-Virus kann sich auch über Autoreifen und Schuhe verbreiten. Daher muss man an den Posten durch eine spezielle Desinfektionslösung fahren und waten. Mehr Hintergrund zur MKS liefert ein Artikel auf Wikipedia.
Für Namibias Wirtschaft ist der MKS-Ausbruch eine große Bedrohung. Bislang galt das Gebiet südlich des Veterinärmedizinischen Absperrzauns (Veterinary Cordon Fence (VCF), auch 'Rote Linie') im Norden Namibias als MKS-frei. Dieser Status ist Voraussetzung für den bedeutenden Fleisch-Export nach Europa.
Das Transportverbot für Fleischprodukte wegen der Maul- und Klauen-Seuche (MKS) ist im Norden Namibias aufgehoben und im Zentrum gelockert worden. Nur in der Region ǁKharas, in der die Farm mit MKS-Fällen liegt, bleibt es bestehen. Grafik: Post auf der Facebook-Seite der Namibia Agricultural Union (NAU)