Stellen Sie sich eine Zukunft vor, in der ökologisches und finanzielles Wachstum im wahrsten Sinne des Wortes dieselben Wurzeln haben; in der hohe Erträge und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Diese Vision keimt derzeit in Form des Kiri-Baums (Paulownia) der Sorte Phoenix One in der Damara Mopane Lodge in Namibia, ganz in der Nähe von Khorixas.
Die Zielsetzung ist klar: Es soll eine klimaresistente Kiri-Baum-Plantage entstehen, die die Regeneration der Umwelt vorantreibt und gleichzeitig Pionierarbeit im Bereich der nachhaltigen Landnutzung leistet.
Es etsteht ein zuverlässiges, langfristiges Projekt, das einen positiven Beitrag zu den Ökosystemen leistet und eng mit dem globalen Wandel hin zu umweltbewussten und wirkungsorientierten Investitionen verbunden ist.
Das Kiri-Baum-Projekt auf dem Gelände der Damara Mopane Lodge gründet auf einer strategischen Zusammenarbeit zwischen Gondwana Collection Namibia und AVAGROW. Die Idee stammt von Bernd Grahl, Gondwanas Group Digital Manager, und die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Gondwanas Team für Nachhaltigkeit.
Zum Auftakt der ersten Projektphase kamen kürzlich 30 Gondwana-Mitarbeiter und 16 Gemeindemitglieder aus der nahe gelegenen Ortschaft Khorixas zusammen, um 435 Kiri-Bäume zu pflanzen, eine der am schnellsten wachsenden Hartholzarten der Welt.
Foto: Gondwana Collection
Die nicht invasiven Kiri-Bäume wurden sorgfältig in den bestehenden Mopane-Wald und andere heimische Fora integriert, um sicherzustellen, dass die natürliche Landschaft und die Artenvielfalt intakt bleiben.
Um die Umweltbelastung weiter zu reduzieren, werden die Bäume mit recyceltem Wasser bewässert. Dies entlastet die Grundwasservorkommen und gibt dem aufbereiteten Wasser der Damara Mopane Lodge einen neuen, nachhaltigen Verwendungszweck. Bisher wurde es lediglich für die Bewässerung der Rasenflächen und Gärten der Lodge gebraucht.
Für die Pflanzphase der Kiri-Bäume wurden etwa 1,2 Tonnen Biokohle verwendet, ein kohleähnliches Material aus Pflanzenabfällen gemischt mit Gülle, das die Bodenbeschaffenheit verbessert und aufgrund ihrer Wasser- und Nährstoffspeichereigenschaften die Klimaresilienz fördert.
Beim Pflanzen der Kiri-Bäume wurde spezielle Biokohle verwendet. Foto: Gondwana Collection
Blaupause für die Zukunft
Kiri-Bäume können innerhalb von fünf bis sieben Jahren ihre Reife erreichen und liefern leichtes, strapazierfähiges Holz, das sich für Möbel und Bauzwecke verwendet werden kann. Im Gegensatz zur herkömmlichen Forstwirtschaft regenerieren sich Kiri-Bäume nach der Ernte, benötigen weniger Wasser und verbessern aktiv die Bodenqualität. Sie eignen sich gut für die semi-ariden Bedingungen im Damaraland.
Die ersten Pflanzungen auf dem Gelände der Damara Mopane Lodge markieren den bescheidenen Auftakt zu einer 3.000 Bäume umfassenden Kiri-Plantage – ein Modellprojekt, das Umweltschutz mit wirtschaftlicher Rentabilität verbindet.
Da ökologische, soziale und governancebezogene Aspekte zunehmend globale Investitionsentscheidungen beeinflussen, weisen Initiativen wie das Kiri-Baum-Projekt den Weg in eine neue Zukunft für die afrikanische Forstwirtschaft: eine Zukunft, die skalierbar, klimafreundlich und wirtschaftlich rentabel ist.