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Etosha 'spendet' über 900 Wildtiere für Conservancies

Geschrieben von Admin | 28.07.2026, 14:45:00

Die dürregebeutelte Tierwelt im Nordwesten und Nordosten Namibias erhält einen Schub zur Erholung. Das Ministerium für Umwelt, Forstwesen und Tourismus (MEFT) hat mit einem Umsiedlungsprogramm begonnen, das über 900 Wildtiere umfasst.

 

Im Etosha Nationalpark wurden 575 Tiere eingefangen. Dabei handelt es sich laut Tageszeitung Namibian um 256 Springböcke (Antidorcas marsupialis), 205 Oryx-Antilopen (Oryx gazella) und 114 Savannen-Zebras (Equus quagga). Man habe sie in Conservancies (Hegegebiete) in den Regionen Kunene, Omusati und Otjozondjupa transportiert und ausgesiedelt.

In den kommenden Monaten sollen weitere 370 Wildtiere aus Etosha umgesiedelt werden. Für Gebiete in der Region Kunene sind 150 Oryx-Antilopen vorgesehen. Die Nyae Nyae Conservancy in der Region Otjozondjupa erhält 20 Giraffen (Giraffa giraffa) und 200 Impala (Aepyceros melampus).

Das Programm zielt darauf ab, die Erholung der Wildtier-Populationen in den betreffenden Gebieten nach längerer Dürre zu unterstützen. Zugleich werden Gen-Pools und Biodiversität gestärkt und die Nahrungsgrundlage für Raubtiere erweitert. Letzteres lindert wiederum den Konflikt zwischen Viehhaltern und Raubtieren.

Diese aufwändigen Maßnahmen des Wildtier-Managements finanziert MEFT auch mit Mitteln aus dem 
Game Products Trust Fund (GPTF). Dieser Fonds speist sich vor allem aus Gebühren der Trophäenjagd.

 


Bei einem großen Teil der 945 Wildtiere, die aus dem Etosha Nationalpark in Conservancies umgesiedelt werden, handelt es sich um Springböcke.  Foto (nur zur Illustration): Sven-Eric Stender