Großalarm im Etosha Nationalpark im Norden Namibias. Blitzeinschläge der ersten Gewitter nach monatelanger Trockenzeit haben die knochentrockene Vegetation in Brand gesetzt. Das war vor fünf Tagen. Nach tage- und nächtelangem Einsatz kam heute die erlösende Nachricht: Alles unter Kontrolle.
Das Ministerium für Umwelt, Forstwesen und Tourismus (MEFT) meldete die Buschbrände bereits vor zwei Tagen auf seinem WhatsApp-Kanal. Demnach handelte es sich um drei Feuer in den Gebieten Halali, Kamaseb und Tsam.
"Den Einsatzkräften ist es gelungen, die Brände unter Kontrolle zu bringen", so MEFT. "Dabei halfen ihnen gut instand gehaltene Brandschneisen." Diese Schneisen verhindern oder verzögern die weitere Ausbreitung des Feuers.
Zugleich kündigte MEFT an, ein weiteres Löschfahrzeug und zusätzliche Ausrüstung zur Brandbekämpfung in den Etosha Nationalpark zu entsenden. Auch wolle man die Einsatzkräfte verstärken.
Heute berichteten die Namibia Broadcasting Corporation (NBC) und die Online-Zeitung Informanté von vier Bränden. Drei seien gelöscht, ein weiterer unter Kontrolle. Bei der Brandbekämpfung halfen auch Soldaten sowie Farmer und Mitarbeiter von Lodges der Umgebung.
Großeinsatz im Kampf gegen Buschbrände im Etosha Nationalpark im Norden Namibias. Foto: Ministerium für Umwelt, Forstwesen und Tourismus (MEFT)
Zum Ausmaß des Schadens, etwa der Größe der vom Feuer betroffenen Fläche, war noch nichts zu erfahren. Durch die Flammen verletzte oder getötete Tiere hat man bislang nicht gefunden.
Im September 2025 hatten Buschfeuer in Etosha die Vegetation auf 7.750 km² Fläche vernichtet (siehe Bericht von Namibian.org). Das war mehr als ein Drittel der 22.270 km² Gesamtfläche des Parks. Damals war MEFT im Nachhinein dafür kritisiert worden, mehrere Brandschneisen nicht ausreichend instand gehalten zu haben.
In der Reisebranche gab es Befürchtungen, dass aufgrund lange sichtbarer Brandflächen im Etosha Park viele Urlauber fernbleiben. Die Natur hatte sich jedoch nur wenige Wochen nach den darauffolgenden Regenfällen bereits wieder erholt (siehe Bericht von Namiban.org).