25 Jahre Gondwana – Verantwortungsvolle Führung: Sein oder Nichtsein…

Mrz 24, 2021

Gondwana Collection Namibia

Rege Gesprächsrunde (l.n.r.): Gys Joubert (Gondwanas Geschäftsführender Direktor), Ndinelao Shikemeni (Medienkordinatorin) und Manni Goldbeck (Brand & Marketing Diregtor). Fotos: Gondwana Collection

Manni Goldbeck discusses Gondwana’s ten most important achievements

During the Gondwana Collection Namibia’s 25th anniversary year we celebrate the rich history of the company. We recall the inspiring, interesting, humorous and heart-warming stories that have shaped the company. While we are sharing these fascinating stories, Gondwana’s CEO Gys Joubert and Media Coordinator Ndinelao Shikemeni sit down with founder Manni Goldbeck to take a walk down memory lane and find out what he sees as the company’s ten most important achievements.

Manni beginnt das Gespräch heute mit dem Thema Good Governance:
“Von Anfang an und insbesondere unter dem Vorsitz von Rechtsanwalt Chris Gouws, der zwanzig Jahre lang unser Vorsitzender war, wollten wir ein Unternehmen schaffen, dessen Struktur ein Bestehen über unsere Lebenszeit hinaus gewährleistet.

“Zu diesem Zweck stellten wir sicher, dass wir alle notwendigen Vorschriften einhielten. Damit ein Unternehmen langfristig bestehen kann, mussten wir gut strukturiert und konform mit den behördlichen Auflagen agieren. Und das haben wir mit Freude getan. So wurde zum Beispiel der Affirmative Action Plan, mit dessen Umsetzung wir unseren Teil zum Aufbau eines neuen und besseren Namibias beitragen konnten, zu einer Richtlinie und einem Arbeitsdokument, das wir mit ganzem Herzen annahmen.

“Mit Gys – und unserem Vorsitzenden Steve Galloway – an der Spitze haben wir eine noch umfassendere Art der Unternehmensführung eingeführt.”

Ndinelao richtet sich an Gys:
“Könntest Du den Begriff “gute Unternehmensführung” näher erläutern?”

Gys antwortet:
“Sicherlich. Ich bin sehr stolz und dankbar für den Governance-Rahmen und die Wirkung von Gondwana. Unter dem Vorsitz von Steve Galloway haben wir uns die King-IV-Prinzipien der ethischen Führung, der Organisation in der Gesellschaft, des gesellschaftlichen Engagements, der nachhaltigen Entwicklung, der Einbeziehung von Stakeholdern, des integrierten Denkens und der integrierten Berichterstattung zu eigen gemacht. Wir leben diese Prinzipien. Für uns geht es nicht darum, Aufgaben abzuhaken, sondern um die Wirkung, die wir mit unseren Maßnahmen erzielen. Wir glauben auch nicht an Kontrolle und Befehl. In unserem Büro in Windhoek geht es um Unterstützung und niemals um einen Elfenbeinturm, der unseren Leuten im ganzen Land sagt, was sie zu tun und wie sie zu denken haben. Wir sind hier, um zu dienen, nicht um bedient zu werden. Wir vertrauen unserem Team und befähigen es.”

Ndinelao:
“Möchtest Du fortfahren, Manni?”

Manni:
“Ja, Nela. Zu guter Führung gehört auch und vor allem Weitsicht.”

 

Hollard signboard

 

Ndinelao:
“Was meinst Du mit Weitsicht?”

Manni antwortet:
“Wir haben regelmäßig so genannte tiefgreifende SWOT-Analysen durchgeführt. Das bedeutet, dass man kontinuierlich die Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen seines Unternehmens analysiert, um die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten.

“Wir nutzen unser Wissen und unsere Erfahrung, die wir in fünfundzwanzig Jahren erfolgreicher Arbeit im Gastgewerbe gesammelt haben. Wir haben sichergestellt, dass wir für alle Eventualitäten abgesichert sind, sollte einem unserer Gäste etwas zustoßen. Und dann haben wir uns Ereignisse angesehen, die den Tourismus im Laufe der Jahre beeinträchtigt haben. Wir untersuchten, wie wir die Auswirkungen eines katastrophalen Ereignisses minimieren können.

“Dazu gehören Ereignisse, die die Welt und insbesondere den Tourismussektor erschüttert haben, wie der Anschlag auf die Twin Towers am 11. September 2001, der Ausbruch des SARS-Virus im Jahr 2003, der Hurrikan Katrina und die Anschläge in London 2005, 2008 und 2009 der Ausbruch der H1N1-Grippe – was aufgrund der Rezession, die sich weltweit auf den Tourismus auswirkte, ein doppelter Schlag war – und dann die isländische Vulkanaschewolke im Jahr 2010, die den Tourismus aus Europa für zwei Monate zum Erliegen brachte. Und danach, 2014, hatten wir das Ebola-Virus….

“Uns war klar, dass alle paar Jahre irgendein katastrophales Ereignis den Tourismus beeinträchtigt und möglicherweise unser Unternehmen gefährden könnte. Also suchten wir nach Versicherungsgesellschaften, die Gondwana abdecken könnten, wenn solche Großereignisse eintreten, um das Unternehmen und die Arbeitsplätze unserer 1100 Mitarbeiter zu sichern. Die Versicherungsgesellschaften bemühten sich um den lukrativen Gondwana-Auftrag. Wir fanden eine Versicherungsgesellschaft, die unser Unternehmen für Betriebsunterbrechung, also Business Interruption (BI) versichern würde und die Unternehmen dazu ermutigte, diese Versicherung abzuschließen. Wir stellten sicher, dass dies sowohl Infektionskrankheiten als auch die durch einen behördlichen Akt verursachte Betriebsunterbrechung einschloss, und fühlten uns sicher in dem Wissen, dass wir jede einzelne Basis abgedeckt hatten.

“Es dauerte nicht lange, bis das nächste globale Ereignis die Welt erschütterte, dieses Mal Covid-19, das die Wirtschaft weltweit und insbesondere den Tourismus in großem Ausmaß beeinträchtigte. Unglücklicherweise zögert unsere Versicherungsgesellschaft trotz der katastrophalen Auswirkungen der Pandemie, unsere sorgfäig abgeschlossene Betriebsunterbrechungsversicherung zu honorieren, und wir müssen uns an das Oberste Gericht wenden, um festzustellen, ob wir Anspruch auf die Versicherung haben. Wir sind jetzt, genau ein Jahr nachdem Covid-19 Namibia erreicht hat, an dem Punkt, an dem wir um unser Recht zu sein und unser Recht auf BI – Business Interruption – kämpfen müssen, daher der Titel des heutigen Interviews: ‘Sein oder nicht sein – to be or not to be’.

 

Hollard website

Quelle: https://www.hollard.com.na/news/latest-hollard-news/to-bi-or-not-to-bi—the-case-of-business-interruption-insurance

Ndinelao antwortet:
“Was für ein wichtiger Zeitpunkt in der langen Geschichte des Unternehmens, und das nach einem Jahr, das alles auf den Kopf gestellt hat.”

Manni:
“Ja. Gondwana hat dafür gesorgt, dass es in unserem Team keine einzige Entlassung gab und dass, obwohl wir die Gehälter kürzen mussten, jedes unserer Teammitglieder weiterhin ein monatliches Gehalt erhält. Wir haben auch sichergestellt, dass die Gemeinden und kommunalen Hegegebiete, mit denen wir zusammenarbeiten, weiterhin das vereinbarte Grundeinkommen erhalten. Das Team wurde und wird regelmäßig geschult, und da wir in den vergangenen Jahren ständig Instandhaltungsarbeiten und Renovierungen vorgenommen haben, sind unsere Lodges in einem Top-Zustand, was wichtig sein wird, wenn der Tourismus wieder anzieht. Wir arbeiten weiterhin nach bestem Wissen und Gewissen, halten unsere qualitativen Gondwana-Ansprüche aufrecht und die Gondwana-Seele intakt und lebendig.

Ndinelao erkundigt sich:
“Gibt es irgendetwas, was Ihr noch hinzufügen möchtest, Manni oder Gys, um diese Interviewserie über Gondwanas Errungenschaften der letzten 25 Jahre abzuschließen?”

Manni antwortet:
“Wir blicken zuversichtlich in die Zukunft. Wie immer sind wir dankbar für die Unterstützung unserer treuen Gondwana-Freunde, und wir freuen uns darauf, unsere internationalen Gäste wieder in unserem schönen Land Namibia begrüßen zu dürfen.

“Vielen Dank.”

Ndinelao schließt ab:
“Vielen Dank, Manni und Gys, für eure Zeit und euren Input. Es war eine erhellende Erfahrung. Und danke an alle, die sich die Zeit genommen haben, unseren Gesprächen zu folgen. Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund.”